Archiv der Deutschen aus Ungarn: 2006

Inhaltsverzeichnis:
Wissenschaftliche Beiträge
Zur Einführung
Zur Musikgeschichte der Ungarndeutschen von Franz Metz
Josef Angster -Orgelbauer (1834-1918) von Rudolf Fath und Dr. Judit Angster
Der Einfluss neuartiger Windsysteme auf den Klang von Kirchenorgeln von J. Angster, S.Pitsch, A.Miklós
Deutschtum und Katholizismus im Königreich Ungarn vor dem Ersten Weltkrieg von Josef Haltmayer
... per wasser hier angelanget… Donauwörth und die Auswanderung nach Ungarn von Ottmar Seuffert
Drei weitgehend tabuisierte Topoi bei den Donauschwaben von Stefan Teppert
Sakrale Denkmäler in Wudigeß/Budakeszi von Maria Herein-Körös
Der Architekt Samuel Petz (Samu Pecz) und seine Bauten von Klaus J. Loderer
Feuilleton
Zum 150. Gründungsjubiläum der Kolping-Bewegung in Ungarn von R. Fath
Bundesverdienstkreuz für Josef Brasch von Rudolf Fath
Auf den Spuren eines großen Meisters von Franz Metz
Gedicht von Josef Michaelis
Die Ungarnkapelle des Aachener Domes von Gerda Weidlein
Nachruf Gerda Weidlein von R. Fath
Aus dem Zitatenschatz von Gerda Weidlein
Malenkij Robot von Georg Köber
Bücherschau
Buchbesprechung:
Archiv der Deutschen aus Ungarn, Jahrgang (34) 2006, herausgegeben von der SUEVIA PANNONICA, Vereinigung Ungarndeutscher Akademiker, Sitz Heidelberg, dem Sozial- und Kulturwerk der Deutschen aus Ungarn, Sitz München und von der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Sitz Stuttgart
Heidelberg, 2007, 144 Seiten
Die Ausgabe 2006 des „Archivs der Deutschen aus Ungarn“ beinhaltet im ersten Teil musikalische Beiträge von Dr. Franz Metz, Rudolf Fath und Dr. Judith Angster. Im Beitrag „Zur Musikgeschichte der Ungarndeutschen“ beschäftigt sich der Verfasser mit der Entwicklung der deutschsprachigen Chormusik in Ungarn und stellt fest, dass diese nach dem Ausgleich (1867) zurückgedrängt wurde. Um gesellschaftlich zu einer angesehenen Position zu kommen, madjarisierten viele deutsche Musiker ihren Namen, so wurde aus Michael Brand Mosonyi Mihály oder von Karl Huber Hubay Károly. Das war auch der Fall bei den Kantorlehrern in der Zeit von 1880-1914. „Es ist bekannt, dass manche Lehrer oder Kantoren frühzeitig in die Pension versetzt wurden, da sie sich nicht diesen politischen Forderungen beugen wollten“, bemerkt Dr. Metz. Der Autor stellt in seinem Artikel die Dommusik in Wesprim dar und beschreibt ausführlich die geschichtliche Entwicklung der Kirchenmusik bis zum 18 Jahrhundert. Eine Aufzählung der Reihenfolge der Organisten und Domkapellmeister im Wesprimer Dom von 1735 bis 1941 beendet den informativen Beitrag. Der Artikel von Rudolf Fath und Dr. Judith Angster beschreibt die berühmte Orgelbaufirma in Fünfkirchen „Josef Angster- Orgelbauer (1834-1918)“. Ein wissenschaftlicher Artikel „Der Einfluss neuartiger Windsysteme auf den Klang von Kirchenorgeln“ von J. Angster, S. Pitsch, A. Miklós rundet das Thema ab. Der nächste Abschnitt bietet den Interessierten unterschiedliche Themenbereiche an, in denen der Leser einen für ihn interessanten Lesestoff finden kann: „Deutschtum und Katholizismus im Königreich Ungarn“ vor dem ersten Weltkrieg“ von Josef Haltmayer, „…per wasser hier angelanget…“Donauwörth und die Auswanderung nach Ungarn“ von Ottmar Seuffert, „Drei weitgehend tabuisierte Topoi bei den Donauschwaben“ von Stefan Teppert, „Sarale Denkmälerin Wudigeß/Budakeszi“ von Maria Herein-Körös und „Der Architekt Samuel Petz (Samu Pecz) und seine Bauten“ von Klaus Loderer. Der dritte Teil „Feuilleton“ beinhaltet geschichtliche, musikalische Themen, Gedichte von Josef Michaelis, der den Donauschwäbischen Kulturpreis 2007 bekam. Bücherschau schließt die von breitgefächertem Themenangebot geprägte Ausgabe 2006. Den Jahrgang 34 schmückt ein vierfarbiges Bild von Josef de Ponte mit der Überschrift: “Die drei pannonischen Musen“. Bei der Zusammenstellung der Beiträge hat der Redakteur Rudolf Fath gute Arbeit geleistet.
Katharina Eicher-Müller
Das Buch ist bei Anita Glass, Blumenstraße 23, 73557 Mutlangen für 13 EUR erhältlich.