Kulturtagung: 2008 - Einladung
Einführung und Zielsetzung
Zahlreiche Veranstaltungen der letzten Jahre befassten sich mit der Vertreibung der Ungarndeutschen.
Intensiv beleuchtet wurde der politische Hintergrund der Vertreibung und die Durchführung. Allerdings wurden nicht alle Ungarndeutschen vertrieben.
Ein Teil der Ungarndeutschen blieb in Ungarn. Aus der Sowjetischen Besatzungszone kehrten sogar einige Ungarndeutsche illegal wieder nach Ungarn zurück.
Wie erging es den Ungarndeutschen nun im Ungarn der ausgehenden 1940er- und beginnenden 1950er-Jahre?
In Deutschland konnten die Vertriebenen in dieser Zeit einen Neubeginn starten, konnten am Wirtschaftswunder mitwirken und teilhaben.
Was erlebten die Landsleute dort? Wie erlebten sie den Aufbau des sozialistischen Staatssystems? Wie erging es ihnen in einer stalinistischen Diktatur?
Diese Fragen gehen unter, wenn man nur bedauert, dass die Ungarndeutschen ihre Heimat verloren haben.
Die Fragen müssen also lauten: Gab es das viel beschriebene Dorfidyll denn in der kollektivierten Landwirtschaft noch? Wie war es in der Zeit, als man in Ungarn nicht deutsch reden durfte?
Erst Ende der 1950er-Jahre änderte sich die offizielle Haltung des ungarischen Staats wieder. Nun wurden folkloristische Aspekte der Ungarndeutschen wieder zugelassen. Unter staatlicher Regie entstanden Verband und Publikationen.
Programm
Rathaus Gerlingen, Sitzungssaal
10.00 Begrüßung
Georg Brenner, Bürgermeister der Stadt Gerlingen
10.10 Uhr: Grußwort
Rudolf Fath, Landesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Plüderhausen
10.20 Uhr: Einführung
Klaus J. Loderer, Kulturreferent der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Backnang
10.30 Uhr: Dr. Paul Ginder - 95 Jahre
Prof. Dr.-Ing. Paul Strifler, Ehrenvorsitzender der LDU, Dettingen unter Teck
11.30 Die Situation der Ungarndeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg
Dr. Ferenc Eiler, Forschungsinstitut für ethnische und nationale Minderheiten der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Budapest
12.30 Uhr: Mittagessen
14.00 Uhr: Die Ungarndeutschen in Kroisbach in der Nachkriegszeit
Robert Wild, Regionalbüro der Landesselbstverwaltung für West-Ungarn, Ödenburg (Sopron)
14.45 Uhr: Heimweh bei den Vertriebenen – Sprachverlust bei den gebliebenen Bekescher Ungarndeutschen
Edda Illyés, Regionalbüro der Landesselbstverwaltung, Gyula
15.30 Uhr: Eine Jugend im kommunistischen Ungarn
Matthias Schmausser, Ostelsheim
16.15 Uhr: Zusammenfassung
Klaus J. Loderer, Kulturreferent der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Backnang
Hinweise zur Tagung
Anmeldung
Die Anmeldung zur Kulturtagung erbitten wir spätestens bis zum 08.10.2008 an die Stadtverwaltung Gerlingen, Hauptamt, Rathausplatz 1, 70839 Gerlingen, Telefon (07156) 205-145.
Wegen der Planung des Mittagessens wird ausdrücklich um verbindliche Anmeldung gebeten.
Mittagessen
Die Stadt Gerlingen und der Landesverband der LDU bieten in der Stadthalle ein Mittagessen zum Preis von 6,00 € an.
Tagungsort
Die Tagung findet am Samstag, 18. Oktober 2008 in Gerlingen, Rathaus, Rathausplatz 1 statt.
Parkmöglichkeiten
In der Tiefgarage unter der Stadthalle stehen Parkplätze kostenlos zur Verfügung.
Anfahrt
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie Gerlingen vom Stuttgarter Hauptbahnhof
(Arnulf-Klett-Passage) aus mit der Stadtbahn U 6 (Endhaltestelle "Gerlingen", Fahrtzeit 27 Minuten).
Näheres zum Stadtbus Gerlingen, siehe unter www.stadtbus-gerlingen.de.