
Beáta Márkus stärkt das IdGL-Team
Historikerin Dr. Beáta Márkus (Foto) ist seit Februar 2026 Mitglied im Team des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (IdGL) in Tübingen.
Beáta Márkus studierte Liberal Arts, Filmwissenschaften und Geschichte an der Universität Pécs und Regensburg. Von 2014 bis 2019 promovierte sie an der Andrássy Gyula Deutschsprachige Universität in Budapest mit einem Projekt über die „Deportation deutschstämmiger Zivilisten aus Ungarn in die Sowjetunion 1944/1945“, das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung Österreichs unterstützt wurde. Die Arbeit erschien auf ungarischer Sprache in 2020 beim Kronosz Verlag, die deutsche Fassung ist in Bearbeitung.
Ab 2018 war sie Assistentin, ab 2022 Oberassistentin des Stiftungslehrstuhls für deutsche Geschichte und Kultur im südöstlichen Mitteleuropa an der Universität Pécs, wo sie zwischen 2022 und 2025 auch als Lehrstuhlinhaberin tätig war. Sie bat regelmäßig Lehrveranstaltungen zur Geschichte des Donauraums an, mit dem Fokus des Zusammenlebens diverser sprachlichen, konfessionellen und ethnischen Gruppen. Neben ihrem Postdoc-Projekt zur Geschichte der ungarndeutschen Waffen-SS Angehörigen wirkte sie in diversen Forschungsprojekten zur Denkmalkultur der Deutschen in Ungarn, zur Untersuchung der Fluchtbewegungen während und nach dem Zweiten Weltkrieg, ferner zur aktuellen Migrationsprozesse von Deutschen nach Ungarn.
Ihre Forschungs- und Unterrichtsschwerpunkte sind die Geschichte der deutschen Minderheit im Königreich Ungarn, (Zwangs)Migrationsprozesse und Zwangsarbeit im Europa des 20. Jahrhunderts, Denkmalkultur der deutschen Minderheiten, Erinnerungspolitik und Erinnerungskultur in Ungarn und Lokalgeschichte im ländlichen Ungarn
Außerdem ist sie zusammen mit Dr. Cristian Cercel für das Archiv des IdGL zuständig.
(Quelle: Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen)


















