
Schüler aus Budaörs auf den Spuren der Ungarndeutschen in Bretzfeld
Eine Schülergruppe der Jakob-Bleyer-Schule aus Budaörs besuchte gemeinsam mit ihrer Lehrerin Judit Glöckner das Heimatmuseum in Bretzfeld, um mehr über die Geschichte der Ungarndeutschen zu erfahren. Besonders wichtig war den 17 Schülerinnen und Schülern das Gespräch mit Zeitzeugen von Flucht und Vertreibung – ein Wunsch, der dank zweier hochbetagter Zeitzeuginnen erfüllt werden konnte.
Eine 90-jährige Zeitzeugin berichtete von ihrer Flucht vor der heranrückenden Kriegsfront ab Dezember 1944 und den langen Monaten der Unsicherheit in Ostdeutschland. Die 93-jährige Gesprächspartnerin erzählte eindrucksvoll von Enteignung, Vertreibung und dem Abtransport im Viehwaggon Anfang 1946. Besonders bewegend waren die einfühlsamen Fragen der Jugendlichen: „War es wirklich dunkel in den Waggons?“ oder „Was habt ihr als Kinder dort gespielt?“ Die Antworten machten deutlich, unter welchen bedrückenden Bedingungen die Menschen damals unterwegs waren.
Die persönlichen Erinnerungen der beiden Frauen hinterließen bei den Jugendlichen sichtbaren Eindruck und sorgten für nachdenkliche Stimmung.
Zum Abschluss gab es einen kleinen Imbiss, der dankbar angenommen wurde. Außerdem lud die stellvertretende Bürgermeisterin von Bretzfeld, Frau Ingrid Jauernik, die Gruppe zu einem Besuch des Schafhofs im Ortsteil Weißlensburg ein – inklusive selbstgemachtem Eis.
Beim Abschied waren sich alle einig: Der vom Sankt-Gerhards-Werk unterstützte Schüleraustausch soll auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden.


















